Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Nevada, 1957: Archäologe und Uni-Professor Indiana Jones (Harrison Ford) und sein Kumpel Mac (Ray Winstone) stecken in der Klemme. Das Duo ist von wenig zimperlichen sowjetischen Agenten unter Leitung der skrupellosen Irina Spalko (Cate Blanchett) gekidnappt worden. Indy soll in einer abgelegenen Lagerhalle eine geheimnisvolle Kiste identifizieren. In der hochmagnetischen Box befindet sich ein Außerirdischer, der 1947 in Roswell abgestürzt ist. Dumm für Indy, dass Mac die Seiten gewechselt hat und als Doppelagent arbeitet – doch dem geübten Peitschenschwinger gelingt einmal mehr eine spektakuläre Flucht. Die Gefahr ist jedoch noch längst nicht gebannt: Indy verirrt sich auf ein US-Militärgelände, wo er mit Mühe einen Atomtest überlebt. Vom FBI kritisch beäugt, hat Indy genug von den USA und will erst einmal nach Europa reisen, wird aber von dem jungen Rebellen Mutt Williams (Shia LeBeouf) aufgehalten, der eine mysteriöse Karte des in Peru verschollenen Professors Oxley (John Hurt) in seinem Besitz hat. Die beiden machen sich auf nach Akator in den peruanischen Urwald, wo sie bald auf Mutts Mutter treffen: Marion Williams (Karen Allen), gebürtige Ravenwood…

Meinung

Der vierte Indy-Film hat mich etwas enttäuscht. Waren die Erwartungen im Vorfeld zu hoch? Bei mir zumindest nicht, denn die Indy-Reihe war für mich früher nie so wegweisend wie z. B. die (alte) „Star Wars“-Trilogie.

Was stört mich an „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ (außer dem kantigen Titel)? Mein Haupt-Kritikpunkt ist die hanebüchene Story. Das Drehbuch stammt aus der Feder von David Koepp, der immerhin die Skripte für erfolgreiche Filme wie „Spider-Man“ und „Impossible Mission“ geschrieben hat, während für die eigentliche Story George Lucas verantwortlich ist.

Man drückt ja gerne mal eine Auge zu, wenn bei einem Hollywood-Film etwas nicht so ganz logisch ist, aber man kann es auch übertreiben. Da überlebt Indy eine Atombombe, weil er sich im Kühlschrank versteckt, und später schippern die Protagonisten in einem kleinen Bootchen drei große Wasserfälle hinunter – ohne eine einzige Schramme abzubekommen. Ach komm schon, Georgie-Boy, das kannst du doch besser! Und überhaupt: Dieser Quatsch mit den Außerirdischen, die auch noch genauso aussehen wie jeder Alien in jedem anderen Hollywood-Film auch. Dabei ist der Fantasie der Filmemacher mit den heutigen technischen Möglichkeiten doch nun wirklich keine Grenze mehr gesetzt.

Die Story ansich lässt jegliche überraschende Wendung vermissen, so dass die Geschichte ohne große Höhepunkte vor sich hin plätschert. Oder wie es der Blog der „Fünf Filmfreunde“ so schön geschrieben hat: „Der Film lief auf Autopilot.“

Ach ja, der Kristallschädel sieht auch höchst billig aus. Aber „das Königreich der billigen Plastikrübe“ würde natürlich nicht so gut klingen.

Auch die Gag-Dichte lässt durchaus zu wünschen übrig. Ich kann mich nur an zwei gelungene Witzchen erinnern, und einen davon kannte ich schon aus dem Trailer.

Aber es war natürlich nicht alles schlecht: Die Schauspieler fand ich alle in Ordnung, und die Titelmusik von John Williams ist einfach zeitlos.

Vom Film selbst werde ich aber wohl nicht sehr viel in Erinnerung behalten.

Link zur IMDB-Seite

Review bei den “Fünf Filmfreunden”

Review bei “my2cents”

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One Response to Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

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