Drei Jahre lang hatte ich an meinem Heimkino 1.0 gebastelt und viel Spaß damit gehabt. Das Display war ein 50-Zoll Plasma von Panasonic (der TH-50PV500E), der zwar kein Full-HD-Bildschirm war, aber trotzdem ein tolles Bild gezaubert hat. Doch irgendwann braucht der Mensch Veränderung und ich ein neues Heimkino – mein Heimkino 2.0.
Die Hauptänderung muss das Display werden. Ein Kleineres kommt nicht in Frage, Stagnation in der Größe ebenfalls nicht. Wenn ich also ein deutlich größeres und dennoch bezahlbares Display haben will, bleibt nur der Weg zum Projektor. Da ich keinen eigenen Heimkino-Raum habe, muss der Beamer zusammen mit der Leinwand ins Wohnzimmer integriert werden.
Der naheliegende Gedanke: Ich hänge eine Rollo-Leinwand an die Decke und fahre sie bei Bedarf herunter, so dass sie knapp vor dem TV hängt. Das ist eine Standardlösung, hat aber einige Nachteile:
- Wegen meiner Dachschräge wäre die Leinwand recht nahe am Projektor. Ob ich so die gewünschte Bildgröße projizieren kann, ist fraglich.
- Rollo-Leinwände fangen früher oder später an, Wellen zu bekommen – und ich bin da recht empfindlich.
- Die Leinwand würde mein Hifi-Rack verdecken, und die Fernbedienungen können eine normale Leinwand nicht durchdringen.
So kam ich zu folgender Lösung: Anstatt die Leinwand von der Decke nach unten vor den TV herunterzulassen, fahre ich den TV einfach nach unten (hinter ein noch zu kaufendes Rack). Die Rahmen-Leinwand hänge ich hinter den TV an die Wand, so dass sie nicht mehr zu nahe am Projektor hängt. Eine Rahmen-Leinwand bekommt logischerweise keine Wellen, und das Hifi-Rack wird auch nicht verdeckt. Alle Probleme wären damit gelöst, und das Mindestmaß an Dekadenz ist auch erfüllt
Die bisherigen Schritte:
- 50-Zoll-Plasma augetauschen gegen 40-Zoll-LCD. Der 50-Zöller wäre viel zu hoch, um ihn hinter dem Rack verschwinden zu lassen.
- Das turm-ähnliche Rack austauschen gegen ein flacheres und breiteres.
- Vorerst das Wichtigste: Einen TV-Lift kaufen, der den LCD-TV hoch und runterfahren kann
Und so sieht der Zwischenstand aus, den ich erstmal “Heimkino 1.5″ nenne:
Jetzt fehlen natürlich noch zwei wichtige Komponenten: Der Beamer und die Leinwand. *Jetzt* einen Beamer zu kaufen wäre fast fahrlässig, denn schon nächste Woche öffnet die IFA ihre Tore. Dort werden von vielen Herstellern neue FullHD-Beamer vorgestellt. Danach werde ich mich entscheiden.
Für die Leinwandgröße entscheide ich mich, wenn ich mit dem Beamer etwas herumexperimentiert habe. Zu klären ist noch, ob und wie ich meine Lautsprecher unterhalb der Leinwand platzieren kann. Zur Not müssen niedrigere her.
Stay tuned.

