Die Wissenschaftler Clive und Elsa, auch privat ein Paar, sind in der Genforschung tätig. Als ihre weit fortgeschrittenen Forschungen von ihrem Arbeitgeber auf Eis gelegt werden, führen sie ihre Experimente im Geheimen und auf eigene Faust durch. Sie erschaffen dabei ein Hybrid-Wesen, irgendwo zwischen Tier und Mensch. Das Wesen (“Dren”) wächst sehr schnell heran und entwickelt sich vom Baby zu einem ausgewachsenen… ja, zu was eigentlich?
Der Film hätte es sich einfach machen können. Man hätte Dren (“Nerd” rückwärts) als tumbes Monster darstellen können, das alles kurz und klein schlägt, sobald es groß genug ist. Stattdessen orientiert sich “Splice” deutlich eher an “Frankenstein” als an “Godzilla” – Gott sei Dank. Der Film nimmt sich viel Zeit, um das Verhältnis zwischen Clive, Elsa und Dren zu zeigen. Bei Elsa werden ganz offensichtlich Muttergefühle geweckt, und wir erfahren auch die Ursache dafür. Clive will Baby-Dren beseitigen, doch Elsa kümmert sich rührend um den kleinen Hybrid. Diese Rollen ändern sich im Laufe des Films…
“Splice” ist sehr fesselnd. Während die Protagonisten Baby-Dren niedlich finden, habe ich mich bei seinem Anblick eher gegruselt. Ich hatte permanent ein ungutes Gefühl in der Magengegend. Man ahnt natürlich, dass das Ganze irgendwann schiefgehen muss. Das passiert dann im recht kurzen dritten Akt, der dann wesentlich actionlastiger ist als der Rest des Films.
Der Film wirft viele Fragen auf, die beim Thema Genforschung auf der Hand liegen: Wann beginnt Leben? Definiert man es durch Körper oder Geist? Wie geht man damit um? Zumindest über die dritte Frage haben sich die Protagonisten des Films am Ende ihre Gedanken gemacht und sehen ein, dass sie Fehler gemacht haben. Aber manchmal hat man noch einen zweiten Versuch…

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